Transvisuelle Dramatik 2006 – Theater für Blinde und Sehende

Den Ausgangspunkt für die Konzeption des Festivals bildet ein kombinierter ästhetisch – sozialpolitischer Befund: Das Theater hat bislang kaum Wege ausprobiert, um Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen in das Publikum mit einzubeziehen.
Dabei läge der Versuch, die Dominanz des Sehens im Theater zu durchbrechen, durchaus im Horizont gegenwärtiger ästhetischer Überlegungen. Welche Raumkonzepte, welche andere Sinnlichkeit (akustisch, taktil, olfaktorisch, ja sogar optisch, wenn wir von kräftigen Lichtsignalen ausgehen), schließlich welche Stimulation der eigentlichen Kraft im Theater, der Phantasie der Zuschauer, werden denkbar, wenn man vom Weg der Guckkastenbühne, des reinen Schautheaters abweicht? Wie verändert ein solcher Ansatz unsere Sicht des Theaters? Die Manipulation der Ausdrucksmöglichkeiten des Schauspielers, das zeigt sich prominent am Beispiel der Stücke von Samuel Beckett, kann Möglichkeiten des Erzählens eröffnen, die herkömmliches Theater an Intensität und visionärer Kraft häufig übertreffen.
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Die heilige 3faltigkeit

1. Festival „Transvisuelle Dramatik – Theater für Blinde und Sehende“

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„DIE HEILIGE 3FALTIGKEIT“ – Inszenierung des theater@ja.com (Wien)

Das theater@ja.com (Wien) zeigt „Die Heilige 3faltigkeit“ (Originaltitel: „Eden“) des preisgekrönten irischen Autors Eugene O’Brien. Die berührende Story über Beziehungsalltag und den verzweifelten Rettungsversuch einer Ehe, deren Leidenschaft zu Routine und Schweigen geronnen ist, wird speziell unter dem Fokus inszeniert, die Wahrnehmungswelten blinder Menschen zu berücksichtigen.

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